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Schneiden statt Pressen


Trend zum Kaiserschnitt ungebrochen


Immer mehr Frauen entscheiden sich gegen eine natürliche Geburt. Statt stundenlang in den Wehen zu liegen, legen sie sich lieber unter das Messer. Kaiserschnitte gehören heutzutage zwar zur Routine, aber auch solche OPs verlaufen nicht immer ohne Komplikationen. Dennoch: Der Trend zum Schnitt bleibt bestehen.

Angst als Grund

Nach Angaben der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) kam im letzten Jahr jedes dritte Baby per Kaiserschnitt zu Welt. Die meisten Kaiserschnitt-Geburten verzeichnete Hamburg, die wenigsten Sachsen. Gründe für eine Geburt per Schnitt gibt es viele. Dabei spielt vor allem das Alter der Gebärenden eine entscheidende Rolle, wie DAK-Expertin Elisabeth Thomas erklärt: “Zum einen sind die Mütter heute älter als früher. Es gibt also mehr Risikoschwangerschaften, bei denen ein Kaiserschnitt sicher angebracht  ist. Zum anderen wird man mit zunehmendem Alter ängstlicher und fürchtet, dass bei der Geburt des Wunschkindes etwas schief laufen könnte“. Auch jüngere Mütter haben Angst. Allerdings, so vermutet Thomas, eher vor Schmerzen bei der Geburt. Viele entscheiden sich also für den Kaiserschnitt, um Ängste abzubauen und Risiken zu vermeiden.

Eine Operation wie jede andere

Doch der Eingriff selbst ist nicht so harmlos wie viele glauben. „Der Kaiserschnitt ist eine Operation, dabei bestehen für die Mütter dieselben Risiken wie bei jeder anderen OP auch. Es kann zu Narkosezwischenfällen, Blutungen oder Infektionen kommen“, erklärt Thomas. Zudem verursacht auch ein Kaiserschnitt Schmerzen, nur kommen diese später – etwa wenn die Wunde heilt. Viele Frauen haben noch lange nach der Kaiserschnitt-Geburt mit Narbenproblemen zu kämpfen. Frauen, die über einen Wunschkaiserschnitt nachdenken, sollten also die Vor- und Nachteile gut abwägen. Auch rät Thomas ihnen, sich vorher vom Arzt ausführlich über bestehende Risiken und Nebenwirkungen aufklären zu lassen.


18.01.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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